: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Mittwoch, 22. Februar 2017

So war das früher

Beste Kaufentscheidung meines Lebens. Andere machen dafür Weltreisen, nehmen Drogen oder rauchen sich die Lunge weg.

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Dienstag, 21. Februar 2017

Unsterblich wie die Dummheit

Die Oktoberfestlüge, jetzt neu mit noch mehr überzogenen Zahlen, einem Professor und drei Medien, die sich viel verkaufen lassen. Langsam könnte man ja auch mal darüber reden, dass es sich bei solchen Behauptungen um eine Form bayernfeindlichen Menschenhass handelt. Denn würde man so etwas über Malle sagen, beträfe es plötzlich alle und nicht nur eine bestimmte ethnische Gruppe.

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Passt, sehr sogar

Mir wurde vor 9 Jahren von der Bank gesagt, dass die durchschnittliche Haltedauer eines Zweitwohnsitzes bei 7 Jahren liegt - dann stehen die von den Nebenkosten gramgebeugten Besitzer wieder in der Bank und bitten darum, das tote Kapitak wieder in klingende Münze zu verwandeln. Hotel sei eigentlich deutlich billiger. Aber ich wollte es ja so.



Der Vorteil ist, dass man kommen, bleiben und gehen kann, wie man will. Beim Hotel wird es teurer, je länger man bleibt, beim Eigentum sinken die Preise mit jeder Nacht, die man hier ist. Ich schätze - genau habe ich das jie ausgerechnet - 120 bis 160 Manntage pro Jahr. Und natürlich auch einige Gäste. Langweilig ist es mir hier nie geworden.



Bezeichnenderweise hat es sogar 9 Jahre gedauert, bis ich mir überhaupt einmal das nahe und entzückende Miesbach etwas genauer angeschaut habe. Es gibt hier noch viel zu entdecken, manche schöne Radstrecke bin ich nur einmal gefahren und ich war tatsächlich nur ein einziges Mal auf dem Leonhardstein. Man wird, wenn man hier lebt, etwas nachlässig mit den Zielen, daher habe ich mir dieses Jahr einen Plan gemacht.



Leonhardstein.
Valepprunde hinter dem Wallberg
Mindestens zweimal auf den Hirschberg.
Endlich mal auf den Buchstein, nachdem ich letzte Woche gesehen habe, wie leicht das geht und wie gut man da auch mit dem Rad fahren könnte, wenn man nur die richtige Seite nimmt.
Nochmal auf die Sonnalm - das ist die nicht richtige Seite.
Einmal ins Wasser des Sees. Ich schwimme nicht gern, aber einmal muss es sein.
Endlich mal das Faltboot aufbauen.
Den Prinzenweg zum Schliersee durchfahren. Im Sinne von nicht absteigen, sondern wirklich durchfahren.
Salzburg. Salzburg ist nicht weit weg, ich bin aber, seitdem ich hier bin, nur ein einziges Mal daran vorbei gefahren. Das ist schrecklich, das muss anders werden.

Und wenn ich noch nachdenken würde, würde mir noch viel mehr einfallen. Aber es kommen ja auch noch mehr Jahre.

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Montag, 20. Februar 2017

Landleben

Jede Stunde, jeder Tag ohne Pollenflug zählt. Es ist ja immer ein blödes Gefühl, wenn man genau weiss, dass die Krankheit kommt, wenn man sich fortbewegt. Das gibt es vermutlich nur beim Heuschnupfen.





Ausserdem gibt es etwas zu feiern - demnächst lebe ich, man mag es kaum glauben, seit 9 Jahren hier am Tegernsee. 9 Jahre ist eine lange Zeit, am Anfang war es noch etwas kahl - meine Mutter hatte gar vorgeschlagen, es bei ein paar Betten, dem Gartentisch und den Stühlen zu belassen, und vielleicht noch eine Kleiderstange aufzustellen. Was braucht man schon mehr? Vieles, wie man sieht. Inzwischen gibt es hier eigentlich alles im Überfluss, sogar spezielle Kleidung. Und natürlich einen grossen, alten Kleiderschrank. Und Bilder, und was man halt so braucht, wie mindestens 7 verschiedene Service. Es geht hier recht mondän zu, dafür, dass es eigentlich nur eine mittelkleine Wohnung ist.





Trotzdem kann man es gut aushalten, die Wohnung passr wie ein Handschuh. Ein Raum mehr wäre nett, ein grösseres Kellerzimmer wäre auch fein, aber ich will nicht jammern. Es passt.

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Sonntag, 19. Februar 2017

Passt

Einer der grossen Vorteile an der Ecke des Landes ist nicht nur, dass man offen im Schnee fahren kann, sondern auch, dass es um so schöner ist, je weniger man nachdenkt. Das kommt einem wie mir natürlich sehr entgegen.












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Deutsche Buntologie

Können wir einen Moment darüber nachdenken, was es bedeutet, wenn wir

a) Menschen ungehindert aus fremden Ländern zu uns lassen, akzeptieren, dass sie das Asylsystem nutzen, oft ohne wahre Angaben zu ihrer Identität zu machen, und nur zum kleinsten Teil wirklich politisches Asyl zu bekommen

und

b) jetzt, wo sie da sind, ganz schnell mit den Reisen in die Länder ihrer mutmasslichen Herkunft oder der dort agierende Kriegsparteien aufhören, und statt dessen Ziele wie Oberbayern und Tirol ansteuern.

Ich mein, wir haben doch so viel Tolles gelesen, so viele schöne Beiträge, wir hörten von Bildung der Facharbeiter und lernten über den Feminismus im Islam und den Fortschritt unter dem Kopftuch, wir haben erfahren, dass wir genauso kriminell wie die sind, was hält uns auf? Wo sollen da Risiken sein? Statistisch gesehen sind die Autobomben doch völlig irrelevant, da ist das Risiko grösser, bei Travemünde an einer Fischgräte zu ersticken.

Also, warum bleiben wir in den Revieren unserer Grossväter, bei Hirschgeweih und Fischkutter? Das bespreche ich in der FAZ.

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Samstag, 18. Februar 2017

Es sieht besser aus, als er wirklich schon geht. Ich komme da zwar mit dem grossen Kettenblatt hinauf, obwohl eine giftige Steigung nach oben führt. Aber ich schnaufe. Sehr. Ich hoffe, es ist die Hasel und nicht der Allgemeinzustand. Letzteres wäre nämlich weniger gut.



Was erstaunlich gut ist, ist das Kuota. So in einem "man mekrt nicht, was man da fährt"-Sinne. Es fährt, es geht in kurven, es bremst, es beschleunigt, es ist steif im Antritt und nicht zu hart, vermutlich wegen der Sattelstütze und des etwas dickeren Sattels. Man vergisst, was man da unter dem Hintern hat. Es fühlt sich gut an, aber nicht spektakulär, wie gewisse andere Rennziegen. Wirklich ein Tourenrad, auch wenn die brachiale Optik etwas anderes verspricht.



Weniger brachial ist der Neuzugang, aber dafür auch in einem weniger neuen und de facto unberührten Zustand: Wer immer da vor gut 40 Jahren die letzte Firnis aufbrachte, hat kein gutes Material genommen, sonst hätte sie nicht die Farbe von Präsident Trrump. An einer Stelle ahnt man den blassen Teint, der wieder zurm Vorschein kommen sollte. Das ist aber einiges an Arbeit für die Restauratorin.



3 Wochen, meint sie. Das ist gemessen an 250 Jahren seit dem Pinselschwingen kurz, und zum glück habe ich noch andere Gemälde, die ich auch erst umhängen muss.

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Freitag, 17. Februar 2017

Frühling

Und die Leute geben wieder ihre wenig benutzten und noch weniger gebrauchten Dinge weg - schliesslich gibt es etwas Neues, und das ist besser. Vermutlich ist auch irgendwann vergessen, was für ein Hersteller Hercules war, und wie bedeutend für die Geschichte Nürnbergs im vordigitalen Industriezeitalter. vielleicht begann das Vergessen schon lang. Sonst wäre die gut erhaltene 3-Gang-Estrella kaum hier.



Das Moser Rennrad dagegen sollte nur repariert werden, weil die Schaltung nicht mehr funktionierte. Dass ich es vermutlich nehme und zerlege, liegt nicht an meiner Brutalität, sondern am Umstand, dass der Rahmen rund um die Tretlagermuffe und auch in der Muffe um das Sitzrohr herum gebrochen ist. so etwas habe ich noch nie gesehen, es ist auch kein Rost im Rohr. Für einen Stahlfreund ein bitterer Anblick. Die Teile - Campagnolo - werden somit ein anderes Rad zieren.



Und dann gibt es noch Leute, die zahlen 80 Euro für ein Schaltwerk, misshandeln es beim Schalten, dass die Feder herausspringt, und werfen, weil sie nicht wissen, wie man es öffnet, das Ding in den Container. Und lassen sich etwas Neues einbauen. Ich persönlich mag diese überkandidelten Shimano-Schaltwerke nicht besonders, aber nach einer Viertel Stunde lief es wieder wie gewünscht. Das nimmt man in der Form natürlich gern.



Es ist erfreulich. Es ist trotzdem ein Wahnsinn. Und dann rollen sie auf schweren, billigen 29ern durch die Stadt und fühlen sich gut. Nun ja. Ich werde alt.

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Donnerstag, 16. Februar 2017

Manufaktur nennen sie es.

Man kann sich heute einen Nasenring setzen lassen. Das finde ich zwar unsexy, aber man ist im Mainstream. Man kann sich mit Bildern die Haut zerstechen lassen. Wenn ich mir Bilder anschauen will, gehe ich in meine Wohnungen, da hängen genug rum. Ich will eigentlich nur Frauen sehen, wenn ich Frauen sehen will. Aber der Mainstream findet das Zerstechen super, genau so, wie er das Sammeln von Gemälden heute als nicht mehr notwendig betrachtet. Und wenn man nur lang genuig stehen bleibt, ist man am Ende so ausserhalb des Mainstreams, dass es schon wieder eine Rebellion ist. Beispielsweise gegen die Globalisierung der Kleidung.



Lustigerweise haben so etwas die Grünen vor 30 Jahren mit ihren Strickpullovern im Bundestag auch gemacht, weshalb die CSU in Polyestertrachten und die CDU in grauenvollen Anzügen - man muss sich nur mal die Bilder der Zeit anschauen - aufstanden und brüllten, so ginge das nicht. Heute sehen die Grünen alle so aus, als hätten sie bei einem evangelischen Pfaffen in Bielefeld einen Bruch gemacht und den Kleiderschrank geplündert, ausser Frau Roth natürlich, die sieht aus, also, da fehlen mir Worte, die könnte glatt die Frau von Sascha Lobo sein.

Über die Grünen und Linken reden - ich sage nur Katja Kipping und der Look von Plaste und Elaste Werktätigen - heisst über Menschen ohne Stil und Eleganz zu reden. Das kommt, wenn man es genau betrachtet, heute eher wieder aus der Provinz, wo es wirklich noch deutsche Textilunternehmen in Nischen gibt. Also genau das, was eigentlichh immer von der Linken gefordert wird, bevor sie nicht mehr selbst stricken, sondern ihren Fetzenschlonz für, naja, Körper bei Multois kaufen. Es ginge auch anders, nur halt unter falschen Vorzeichen von Tradition und konträrer Einstellung. Dafür aber rebellisch gegen den H&M-Mainstream. Es ist also nicht so leicht, da eine richtige Entscheidung zu treffen. Ich will aber nicht aussehen wie ein Grüner oder eine Hungerleiderin von SPON oder Leute, die in ihren Ansichten so unbelehrbar wie Helmut Kohl sind.

Damit ist die Entscheidung eigentlich recht einfach. Und Absetzung ist mir eigentlich nur recht.

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Mittwoch, 15. Februar 2017

Eindeutig Frühling.

Unsereins ist ja ein sensibles Messinstrument für Pollenflug, das sofort rot anschlägt, wenn etwas blüht - man hört das Röcheln in 10 Meter Entfernung.



Tendenziell werde ich also langsam wieder umziehen, erst mal wieder teilzeit in die Berge und dann im März nach Italien. eine höchst erfreuliche Zwischenmieterin habe ich diesmal auch schon, ich kann also lange verweilen und abwarten, bis das Schlimmste vorbei ist.

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Die häss-lichen Alten der Zukunft

Es gibt da eine Reiseautorin bei der Zeit, die allen Ernstes schreibt, ihre Interessen als Mieterin seien eine soziale Frage, während die Interessen der Vermieter Profite und ökonomische Interessen seien. Und dass sie Angst hat, keine Wohnung mehr zu finden. Das ist kein Wunder, denn Vermieter sind oft gestandene Leute und wissen, dass die Mischung aus sozialer Unterschicht, Bereicherungsabsicht und bigotter Einstellung - altbayerisch nennt man das Gschwerrl - dem Zusammenleben in einem Haus nicht förderlich ist. Denn das Interesse des Mieters an einer günstigen Miete ist genauso ökonomisches Interesse wie der Versuch des Kaufhauskonzerns, günstige Preise bei der Milch auszuhandeln, oder der Fluggesellschaften, Jets billig zu leasen, und eben keine soziale Frage.

Meine Erfahrung als Vermieter ist übrigens auch, dass diejenigen, die gern über soziale Verantwortung reden, und Gefühle für sich und ihre Lage einfordern, menschlich dann selbst oft eine Cloaca Maxima sind. Komischerweise reden die Helfer im Spital und im Hospiz bei uns nie so, die machen das und werden ohne Angeberei geschätzt. Ausgerechnet jene, die dauernd auf ihrem unterdrückten Minderheitzenstatus rumreiten, werden vor allem dann ausfällig, wenn sie anderen die Lebensfreude ruinieren können. Und natürlich macht die Mietfrau von oben auch mit, beim unvermeidlichen Geschrei gegen den Valentinstag, denn was könnte es Schöneres geben, sich als kritischen, frischen Geist angesichts des Konsumterrors und der Weltengefahr durch Trump zu präsentieren. Hoffentlich fällt die nächste Mietensteigerung bei der so saftig aus, dass sie quietscht, hoffentlich muss sie bei der nächsten Reise in die USA

Ich sehe so etwas übrigens fast nur von Frauen. Frauen, deren Zukunft sicher nicht hübsch sein wird.

Ich mache es immer so, dass ich Radeln gehe, wenn ich uu viel von solchen Opfern des Systems abbekommen habe, ich schaue mir die echte Welt an, in der sie tatsächlich eine kleine, intolerante, hasserfüllte Minderheit sind, und schreibe dann über das Schöne, was ich draussen zu sehen bekomme. Natürlich werden die alten Giftspritzen deshalb nicht aussterben, aber zumindest haben wir mal über sie gelacht.

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