: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Freitag, 9. Dezember 2016

Eispalast

Nicht jede Immobilie ist immer ein Traum.



Zum Heizen sind diese Trümmer weniger geeignet, und die Kleider der Barock sind auch si prunkvoll, weil sie aus wirklich viel Stoff bestehen. Handschuhe waren auch nicht verkehrt, sschliesslich herrschte auch in Mainfranken die kleine Eiszeit.



Aber es ging ja eher im das Repräsentieren, und dafür konnte man schon etwas frieren. Ausnahmsweise liegt jetzt seit Tagen eine dicke Wolkendecke über Nordbayern, und es ist richtig kalt, wie früher. Das ist kein Schnee. Das ist der Rauhreif vieler Nächte, der einfach bleibt. Lustgarten ist es im Sommer. Nun geht man eilig, und die Bänke bleiben leer.



Es ergibt sich eben so, dass ich hier immer vorbei komme, wenn die Tage kurz sind - früher war das hier mein Institut, aber ich habe es nicht so ganz gewürdigt, wie es vielleicht angemessen gewesen wäre. Im Sommer ist das hier alles grün und sonnengelb, ein Reich der ungezügelten Lustbarkeiten. Dann leider auch voll. Heute habe ich all das für mich allein, bis es dunkel wird.



Nächsten Sommer, habe ich mir vorgenommen, fahre ich mit dem Rad hierher, Es müsste, wenn ich über Ansbach fahre, leicht an einem Tag zu schaffen sein. Und dan fahre ich auch nochmal durch die ehemaligen Weinberge des Bischofs, deren Früchte hier unten immer noch gekeltert werden.

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Donnerstag, 8. Dezember 2016

Das bisschen Stasi bringt uns nicht gleich um

hier fliegen nicht gleich die Staatssekretäre aus dem Käse, sagt RotGrün
wir haben auch die Kahane schon gesehen,
so schnell wird der Schweinetrog nicht untergehn.




Manche Leute scheinen zu vergessen, wer ich bin und woher ich komme. Es gab mal eine Zeit, da legte ich mich mit Firmen an. die fast genauso eklig wie die Nachfolger der SED waren. Ich bin jetzt nicht immer ganz zart besaitet und man kann schon Geld dafür ausgeben, dass Freunde ein Gefälligkeitsgutachten schreiben. Ich nehme das als Bestätigung meiner Arbeit, und der nächste Schwachpunkt kommt bestimmt. Ich habe die CSU unter Strauss als Schüler in einer knallschwarzen Kleinstadt überstanden. Das härtet ab.



Also, was haben wir da? Einen Typem, der tief in der Perestroika noch beim MfS anheuerte, und der dann nur irgendwie bedeutungslose Akten gelesen haben will. Seine Behörde stirbt, das System geht unter, aber der junge Mann, der für den Sozialismus kämpfen wollte, macht nur subalterne Arbeiten, nach Eigenangabe. Na wenn das so ist, im Zentrum des MfS, dann ist es ja kein Wunder, dass der Laden untergeht. Draussen Revolution, drinnen nur Graben in alten Akten. Keinem ist was passiert! Niemandem wurde geschadet! Auch bei Kurt Waldheim war nur das Pferd in der SS!

So weit, so typisch die glücklichen Fügungen, die Bedenken wegen so ein paar Stasimonate wegräumen sollen, auf dem Weg zum hochdotierten Posten auf Lebenszeit, auf dem man nur noch in den Vorruhestand geschickt werden kann. Staatsknete, aber so richtig! Wer hätte das mal gedacht, als man noch die Hymne des Wachbatailons sang! Alles möglich, mit R2G in Berlin. Es sollte halt nach Möglichkeit genau bei der Version bleiben, und nicht etwa herauskommen, dass es vielleicht doch ein klein wenig anders war, bei der Abteilung AKG, die die Personenverwaltung betrieb. Denn dann hätte die Regierung in Berlin noch ein Problem,, und zwar ein gewaltiges. Es hat ja jeder gewusst, es stand ja in der FAZ, wo er war, der dann hohe Beamte und Seiteneinsteiger.

In der DDR konnte man nie wissen, was die Stasi treibt, und was sie mit einem plant. Mit so einer Personalie und den wenig stimmigen Selbstauskünften darf nun R2G leben, 5 Jahre lang, und hoffen, dass nicht noch mehr... und es gibt natürlich keine Garantie...

Also, wenn ich einen Ratschlag geben darf: Saubere Lösung. Kein Ex-Stasi auf einen Posten. Stäupung, öffentlich, der Linken, die das machen wollten. Dann schauen wir mal, was R2G so tut. Alles andere... nun, man muss wissen, was man tut. Ich habe da nämlich noch... aber man wird sehen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie Frau Kahane.

Oh, und ich habe bei der FAZ verlängert.

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Mittwoch, 7. Dezember 2016

Nikolaus!

Prinzipiell bin ich natürlich Atheist., aber die Ausrede, dass am 6. Dezember der Nikolaus kommen sollte, wollte ich mir dann doch nicht entgehen lassen. Ausserdem schärft es mein feministisches Profil, dass ich eine Quote eingeführt habe, und diesmal eine Nikolausine eingeladen und behalten wurde:



Spass beiseite, im Rahmen versteckt ist die Rechnung für Restaurierung und Neurahmung in einer ziemlich extragantem, marmorierten Massanfertigung. Ich hoffe, der Vorbesitzer hat es genossen, und es war ihm die Sache wert - und er bekommt nicht mit, wie wenig so etwas heute noch, auf dem harten Boden der Marktrealität, finanziell geschätzt wird.

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Dienstag, 6. Dezember 2016

Ein paar Worte über H. und K.

Das ist mir jetzt etwas unangenehm, auch mal über die eigentlichen Gründe meines Schweigens hier zu reden, aber es geht wohl nicht mehr anders - die Kahanestiftung hat da ein sehr unfreundliches Gutachten erstellen lassen, in dem es auch um mich geht, und H. verbreitet es bei Twitter. Wir sind also bei der gezielten, öffentlichen Rufschädigung angekommen. Das wird vielen seltsam vorkommen, denn eigentlich war ich mal eng mit H. und K. befreundet, was auch öffentlich bekannt gewesen ist. So gut man eben befreundet sein kann, und K. und H. hatten wirklich sehr gute Einblicke in das Leben hinter der Kunstfigur, die natürlich auch schlechte Phasen kennt. Und davon gab es in den letzten Jahren auch welche.

Irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass mich Vertraulichkeit im Zweifelsfall, wie bei guten Freunden üblich, vor Indiskretionen schützen kann. Ich habe mich professionell für beide eingesetzt, und sie bei der FAZ mit einem Projekt empfohlen - weil sie wirklich gut arbeiten können. Wegen, sagen wir mal, unterschiedlicher Auffassungen zur Asylkrise kam es dann letztes Jahr vor dem CCC-Kongress für mich etwas überraschernd zu einem massiven Konflikt, den vor allem H. seitdem bei Twitter recht öffentlich austrägt - wer mich kennt, weiss, wen er hin und wieder mit seinen giftigen Bemerkungen meint.

Die Verbindungen sind nicht wirklich angenehm, um es höflich zun sagen - K. sitzt mit Anetta Kahane in einem Gremium einer Stiftung und ist mit M. befreundet, deren Blogprojekt bei der FAZ hinter einem der heftigsten Angriffe gegen mich und meine Beschäftigung bei der FAZ steckte - naja, umgekehrt habe ich denen auch nichts geschenkt. Wie auch immer: Es sind im Laufe des letzten Jahres einige mehr oder weniger entstellte Einzelheiten zu meinem Dasein wieder zu mir zurückgesickert, die in Berlin niemand sonst weiss, und es ist nur mittelspassig, sich zu überlegen, was da sonst noch bei wem so die Runde machen könnte - Expiraten und Postprivaschisten, die ganze Genderblase, über die ich auch ab und zu berichte. Ich weiss, dass H. und K. lange versuchten, in den besagten Zirkeln zu erklären, warum sie mit mir befreundet sind - heute wissen da alle, warum sie es nicht mehr sind, und was ich sonst so alles tue.

Bei Licht betrachtet: Nichts eigentlich. Ich habe mich beruflich für sie eingesetzt und habe damit erst aufgehört, als die beiden es explizit nicht mehr wollten. Ich habe mit ihrem Ausscheiden bei der FAZ, die H. seitdem gern schlecht macht, nichts zu tun, und bin auch weiterhin auf der Suche nach guten Autorinnen und Autoren. Ich habe mehrfach darum gebeten, dass die öffentliche Stichelei bitte unterbleiben soll, aber es bringt wohl nichts, und nach einem Jahr habe ich auch keine Lust mehr, das Thema schweigend zu übergehen.

Das Wissen der beiden über mich lässt 2014 deutlich nach, von 2015 wissen sie nur wenig und zu 2016 und meinem aktuellen Leben, das sich in einigen Punkten sehr von früher unterscheidet, nichts - das sollten Informierte bitte bedenken. Aber wir leben nun mal in einer Welt, in der eine Stiftung 2500 Euro für so ein Gutachten rauswirft, und da ist es mir nur recht, wenn niemand jemand fragen kann, wie nun dieses oder jenes bei mir gerade läuft oder aussieht. Bisherige Angriffe gegen mich, wenn es um den Beruf ging, scheiterten gar nicht am Willen der Angreifenden, sondern am Timing und Fehleinschätzungen meiner Situation. Es wäre für Kahane sicher hochspannend zu wissen, wie die internen Abläufe bei mir so aussehen, und als ehemalige Kollegen können H. und K. durchaus berichten, wie es früher war. Aber halt nicht, wie es jetzt ist.

Und man muss sich halt schon die Frage stellen, was jemand sonst noch zu tun bereit ist, der so einen Angriff über einen ehemaligen Freund im Netz verbreitet. Viel, nehme ich an. Also habe ich hier das Profil niedrig gehalten. Was schade ist, denn ich mag dieses Blog sehr. Aber das ist jetzt vorbei und jetzt ist die Sache klar. Demnächst dann wieder Unschönes über eine gewisse Stiftung.

Es hat offensichtlich gesessen :)

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Lumix G5

Vor zwei Monaten habe ich dieses Bild gemacht und bin dann heimgefahren.



Daheim musste ich dann etwas vom Auto in die Holzlegen räumen. und habe bei der Gelegenheit die Kamera dort abgelegt und an einem schwer einsehbaren Ort vergessen. Natürlich sind die Holzlegen nicht beheizt oder beleuchtet, und im Laufe der Wochen schwand auch meine Hoffnung, ich würde die Kamera jemals wieder finden. Obwohl ich mir absolut sicher war, dass sie irgendwo im Haus. sein. muss.

Naja. Am Wochenende habe ich also eine gebraucht G6 gekauft, weil die G5 selten und die fast identischen G3 genauso teuer sind, aber funktional einen kleinen Nachteil haben. Und ich habe mich nochmal geärgert, weil die G5 über Monate eine perfekte Begleiterin war. Ich habe die G6 bezahlt und dann gestern Nachmittag die G5 wieder gefunden. Und was soll ich sagen, nach 2 Monaten in der Kälte ist der Akku immer noch gut voll.

Aber egal, ich wollte ohnehin eine Kamera, an der man auch ein externes Mikrophon für Videoaufnahmen anschliessen kann. Das geht nämlich mit der G5 noch nicht, aber mit der G6.

(Ich werde alt. Alt und vergesslich.)

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Montag, 5. Dezember 2016

Zur schönen Erinnerung

Vieles könnte man über die Grünen sagen, die nach Fukushima in gewisser Weise schon vor dem Moskau des deutschen Bürgertums standen, und inzwischen aus den Parlamenten gefegt werden, immer weiter zurück Richtung veganem Bunker in Berlin mit Solaranlage. Etwa, dass auch irgendwann die Zeit der Sozialdemokratie vorbei war und man sich daran gewöhnen muss, dass nicht mehr jeder Vorschlag unwidersprochen hingenommen und jeder Tritt dankbar akzeptiert wird. Oder dass sie nicht zum Thema Heimat passen, mit dem in Zukunft die Wahlen gewonnen oder verloren werden. Dass sie wieder auf ihren kleinen Kernbestand zurückgedrängt werden, und der so alt und abgehoben wie die Vertreter der eigenen Partei ist.



Aber ich habe heute meinen guten Tag und sage, dass eine schöne Erinnerung an eine Leiche besser als eine Geschichte voller bigotter Moralapostel isr, und man in dem fortgeschrittenen Alter der Grünen besser mal das gute Andenken planen sollte, damit andere nicht auf dem späteren Grab tanzen.

Das gilt natürlich auch für alle anderen Sumpfpflanzen.

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Sonntag, 4. Dezember 2016

Braun KM-3

Dem Internet entnehme ich, dass ich mir für eine lachhafte Summe die allererste Version der Braun Küchenmaschine gekauft habe, die es so wohl nur bis Anfang der 60er Jahre gab. Dafür ist sie aber famos und in Schuss und raspelt, was das Zeug hält.



Es ist so eine Sache mit dem Winter: Da hat man am Morgen gern etwas Warmes, und mein Käsehändler hat manchmal, alle drei Wochen, Gemüsekäsepflanzerl, die man schnell mit einer gehackten Tomate in die Pfanne tun kann. Nachdem sie aber oft auch aus sind, habe ich einmal nach dem Rezept gefragt, und mache sie jetzt testweise selbst: Aus Kartoffeln -rrrrhhhhhht - Zucchini RRT! - Emmentaler FFRT! - Kürbis riririririd - und Dinkelmehl, Pfeffer, Salz und Zwiebeln.



Da hat man einmal gut eine Stunde Arbeit und dann praktisch die ganze Woche lang, bis es einem zum Halse heraus hängt, etwas zu essen. Und kann die andere Hälfte auch noch abgeben. Es rentiert sich erst bei einer grösseren Menge, und als Familie der 2-Kinder-Norm spart man sich dann auch, langfristig betrachtet, viel 'Arbeit mit der Massenproduktion. Denn das wahrhäft hässliche Tun ist am Ende das Maschineputzen, und das dauert immer gleich lang.



So friere ich den Rest halt erst mal ein. Aber sie sind erstaunlich gut geworden und recht nah am Original. Natürlich korrumpiert so eine Maschine: Meine Tartes sind jetzt doppelt so dick, nnd es geht ganz schnell. Deshalb räume ich sie danach auch immer weg. Würde ich sie mehr benutzen, wäre das schlecht für meine Figur, und das kann niemand ernsthaft wollen.

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Samstag, 3. Dezember 2016

Heiratsmaterial

Ich habe, wie so oft, keinen Hinweis darauf gefunden, wer sie ist. Sie ist eine Frau, die um 1740 geboren und um 1760 bei befreundeten Familien herumgereicht wurde - zu diesem Zweck hat man derartige Bilder malen lassen, mit einem gewissen, schlamlosen Schwerpunkt auf den Reichtum, der in Kleid und Schmuck zum Ausdruck kommt.



Menschen vergehen, Kulturen verschwinden, Artefakte bleiben und werden zur Kunst, wenngleich der Wert auch schrumpft: Absoluter Luxus war es, damals ein Bild von sich zu haben. Heute müsste man nur mit dem Rauchen aufhören oder auf eine Telefongeneration verzichten, um sich das hier leisten zu können.

Von uns dagegen werden nur ein paar unauslesbare Speicherkarten bleiben.

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Vorhersage für Sonntag

Dass Renzi die Volksabstimmung in Italien verliert - das sehe ich schon kommen. Schuld sind die Deutschen, die Renzi abblitzen liessen, als er mehr Geld ausgeben wollte. Mit Sparsamkeit gewinnt man in einem Krisenland keine Wahlen, das nebenbei noch 200.000 Flüchtlinge versorgen muss, die deutsche Schlepper in libyschen Gewässern abholen. Zu den Zwangsmassnahmen kommen dann noch Erdbeben und nirgendwo eine Besserung, die bei den Leuten ankäme: Das wird nichts mehr.

Österreich wird vermutlich klapp, aber ich denke, Hofer wird sich durchsetzen. Einfach, weil man in Krisenzeiten eines Statenbundes wie der EU eher denjenigen wählt, der die eigenen Leute und die eigene Nation an die erste Stelle setzt. Deshalb habe ich schon mal aufgeschrieben, warum sich die Medien am Montgag diesmal anders als das letzte Mal verhalten sollten. Bringt nichts, aber man kann es ja mal versuchen.

Im besten Fall bleiben ale Krisen der EU gleich schlimm, im schlimmsten Fall werden wir uns 2017 2016 zurück wünschen. Mein Gefühl ist, dass der Zerfall der EU gebremst werden kann, aber solange der Laden alle Probleme immer nur weiter verschiebt, kommt irgendwann der Moment, an dem die Bindungskräfte nicht mehr reichen.

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Freitag, 2. Dezember 2016

Keine Blumen für Volker Beck

Habe ich ein klein wenig zum Fall von Volker Beck beigetragen?

Vielleicht.

Man könnte das so sehen. Allerdings habe ich nur über das geschrieben, was er in der vollen Öffentlichkeit getan hat: Eine Journalistin gehetzt, weil die eine andere Meinung hatte. Seiner späteren Mitarbeiterin gratuliert, weil sie das Thema bei so vielen anderen gross machte. Vermutlich hat damals der ein oder andere begriffen, dass Beck eben keiner mehr ist, der sich nur für die Unterdrückten einsetzt. Sondern einer, der, wenn er die Macht hat, auch nicht besser ist. Ich war recht früh dran mit dem Spucken auf den Sockel, auf dem er damals stehen wollte.

Nun kann es den Grünen natürlich vollkommen egal sein, was ein - inzwischen jenseits der eigenen Heimatgemeinde sicher nur noch Exwähler - von ihnen hält. Und was iu der FAZ steht, tut der Partei auch nicht weh. Die Grünen sind, wenn sie bleiben wollen, was sie sind, nicht von diesem Klientel abhängig, eine Beck-Partei würde mangels Alternative auch so über 5% bundesweit kommen. Ich glaube, das Kernproblem bei solchen Figuren, und warum Parteien sie aussondern müssen, ist ein anderes: Wähler verzeihen einen schlechten Charakter. Aber nur, wenn er nicht in Verbindung mit moralischer Überheblichkeit daher kommt. Und Beck hat nie aufgehört, auch nicht nach der Drogensache, sich als moralischer Vordenker zu geben. Und natürlich fragen sich Leute, warum man jemanden wählen sollte, der nach seinem Vergehen, wäre er Busfahrer oder Amtsarzt, nicht mehr so einfach in seinen normalen Job zurückkehren könnte.



Vielleicht haben die Grünen ja doch etwas mehr Gespür für Stammtische, wenn man in die Nähe der Basis auf dem flachen Land kommt. Es ist völlig klar, dass viele Berliner Beck vielleicht gerade wegen seiner Art wählen würden, und weil sie mit Drogen keine Probleme haben. Aber darum geht es nicht mehr. Obwohl in Berlin R2G regiert, ist dieses Klientel bei der letzten Wahl eingenordet worden: Es ist offensichtlich, dass man mit den Augsteins dieser Welt keine Mehrheiten bekommen kann. Man ahnt, dass da etwas im Volke gärt, man möchte ihm keine Zielscheiben geben, in den Zeiten. da sich alles gen Trumpistan bewegt: Eventuell kann man bald sogar wieder damit leben, wenn Eltern Bedenken bei der Verwednung ihrer Kinder auf Nichtheterohochzeiten haben. Ein wenig Aufklärung und Dialog wäre gut, aber das geht nur, wenn die Scharfmacher weg sind. Das ist nun geschehen, und vielleicht finden sich sogar Vorreiter, die der Szene und ihren Crystalauswüchsen gegenüber nicht ganz ohne Kritik sind: Darüber, wie wichtig Kondome sind, sollte man sich eigentlich mal wieder einigen können.

Beck wird schon irgendwo unterkommen, die Grünen sitzen schliesslich noch in genig Regierungen, um sich im die eigene Klientel zu kümmern, und sei es in Form einer Politikberatung. Vermutlich werden sogar seine Mitarbeiter, die so gern über mich hergezogen sind, weich fallen- Der Betrieb braucht solche Leute.Ich empfinde keine Schadenfreude, aber die Frau, die damals so übel vorgeführt wurde: Die tut mir immer noch Leid.

Ich bin vielleicht etwas erleichtert. So kann man das wohl sagen.

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